Als Familie Neugebauer ihre Gasheizung modernisieren möchte, erweist sich die Suche nach dem richtigen Heizkonzept als unerwartet kompliziert. Denn die geplante Wärmepumpe soll nicht nur das eigene Haus, sondern auch das Elternhaus im hinteren Grundstücksteil mit Wärme versorgen.
Wo heute Häuser und Gärten das Bild prägen, lagen früher weite Felder. Herr Neugebauer erinnert sich noch gut daran, wie er dort als Kind seine Drachen steigen ließ. In Berlin-Französisch Buchholz ist er aufgewachsen, hier stand das Haus seiner Eltern. Als Erwachsener zog es ihn zunächst in die Stadt. 1997 kehrte er mit seiner Familie zurück und baute auf dem vorderen Teil des Grundstücks ein eigenes Haus.
Auf dem hinteren Teil steht bis heute das Elternhaus, ein verputztes Holzhaus aus den 1930er-Jahren. Doch nicht nur familiäre Wärme verbindet die beiden Häuser: Während das Elternhaus früher mit Koks und Kohlen beheizt wurde, übernahm ab 1997 eine Gasheizung im Neubau die Versorgung beider Gebäude. Seitdem gelangt die Heizungswärme über eine unterirdische Nahwärmeleitung auch in den Altbau.
Es war offensichtlich, dass eine Lösung für zwei ganz verschiedene Gebäude während der Heizungssanierung zu finden war.

Wenn aus einer Frage plötzlich viele werden
Die 30 Jahre alte Gasheizung funktionierte noch. Doch bei Wartungen zeichnete sich ab, dass einzelne Ersatzteile künftig schwerer zu beschaffen sein könnten. Herr Neugebauer wollte nicht warten, bis ein Defekt ihn zum Handeln zwang. Die staatliche Förderung befeuerte eine baldige Modernisierung.
Der ehemaliger Medizintechniker ist mit komplexen technischen Anlagen vertraut. Er las Fachartikel, recherchierte im Internet und überzeugte sich grundsätzlich vom Prinzip der Wärmepumpe. Skeptisch blieb er bei der Frage, wie zuverlässig die elektronisch viel aufwendigere Technik langfristig sein würde.
Die größere Herausforderung war allerdings die Planung. Herr Neugebauer holte bei zahlreichen regionalen Unternehmen Angebote ein – und erhielt sehr unterschiedliche Antworten. Zwei getrennte Wärmepumpen? Eine Hybridheizung mit Gas? Eine einzige Anlage für beide Häuser? Selbst über die notwendige Heizleistung gingen die Einschätzungen weit auseinander.
Ich habe früher viel mit Angebotseinholung zu tun gehabt, aber wenn man nicht mehr weiß, was man vergleichen soll, dann wird es schwierig
„Ich habe früher viel mit Angebotseinholung zu tun gehabt, aber wenn man nicht mehr weiß, was man vergleichen soll, dann wird es schwierig“, sagt er. Besonders irritierte ihn, dass einige Anbieter das hintere Haus nicht einmal besichtigten. Gerade dessen Bauweise und schwer einzuschätzender Wärmebedarf machten das Vorhaben kompliziert. Jedes neue Konzept steigerte die Unsicherheit. Wichtiger als der günstigste Preis wurde für Herrn Neugebauer deshalb eine nachvollziehbare, passende Lösung. Dennoch sieht er die hohen Anschaffungskosten von Wärmepumpen kritisch. Dabei unterscheidet er ausdrücklich zwischen den Fachbetrieben, deren handwerkliche Arbeit ihren Preis haben darf, und den Herstellern. Angesichts der hohen Stückzahlen und der aus seiner Sicht überschaubaren technischen Grundprinzipien hält er deren Preisgestaltung für überzogen. Als Kunde fühle er sich den Herstellern in dieser Hinsicht in gewisser Hinsicht ausgeliefert.
Vertrauen beginnt mit Zuhören
Die Bien GmbH war Herrn Neugebauer bereits ein Begriff. Freunde und Bekannte hatten gute Erfahrungen mit dem ortsansässigen Unternehmen gemacht. Die Bien GmbH kennt man halt in Französisch-Buchholz. Auch deshalb griff er zum Hörer.
Das A und O, glaube ich, bei allem, ist die Kommunikation
Im Beratungsgespräch mit Herrn Schulz wird schnell klar: Man betrachtet die besondere Bausituation sorgfältig, und nimmt die damit verbundene Herausforderung gerne an. Der Berater bezog von Anfang an beide Gebäude ein, prüfte verschiedene Möglichkeiten und suchte gemeinsam mit ihm nach einem tragfähigen Konzept. „Er hat sich intensiv bemüht, eine Lösung für unser spezielles Problem zu finden“, erinnert sich Herr Neugebauer.
Schließlich entschied sich die Familie Neugebauer dafür, die Gasheizung durch eine zentrale Wärmepumpe zu ersetzen. Die bestehende Wärmeleitung zum Elternhaus blieb erhalten. Damit konnte die gemeinsame Versorgung fortgeführt werden, ohne zwei separate Anlagen installieren zu müssen.
Mindestens ebenso wichtig wie die technische Lösung waren Herrn Neugebauer die Nähe und Erreichbarkeit der Bien GmbH. Aus seinem früheren Beruf im technischen Service weiß er, dass nicht jede Frage sofort geklärt werden kann. Aber er erwartet klare Aussagen und verlässliche Rückmeldungen.
Ein angekündigter Rückruf müsse nicht innerhalb weniger Minuten erfolgen, erklärt er. Entscheidend sei, dass die Zusagen eingehalten werden. Bei der Bien GmbH hatte er das Gefühl, mit seinen Fragen nicht ungehört zu bleiben.

Eine Baustelle mit kleinen Überraschungen
Das Projekt startete mit den Fundamentarbeiten für die Außeneinheit. Beim Ausschachten legten die Monteure eine alte Wasserleitung frei, an die sich Herr Neugebauer selbst nicht mehr erinnert hatte. Das Hindernis wurde gemeinschaftlich beseitigt, der Sockel fristgerecht gesetzt.
Der Standort der Außeneinheit war bewusst gewählt. Die Familie wollte sie nicht unter dem Schlafzimmerfenster haben, weil sie Nachtstörungen durch mögliche Betriebsgeräusche befürchtete. Deshalb steht sie im vorderen Grundstücksbereich zur Straße; die Leitungen wurden durch den Keller geführt.
Eine Woche lang waren die Monteure der Bien GmbH im Haus beschäftigt. Das bedeutete Bewegung, Geräusche und gelegentlich unvorhergesehene Fragen. Herr Neugebauer nahm das gelassen: Entscheidend war für ihn, wie das Team damit umging.
Die Mitarbeiter schützten die Laufwege, arbeiteten sauber und übersprangen unvorhergesehene Hürden routiniert. „Die waren wirklich super, haben sehr sauber gearbeitet“, sagt er zufrieden im Rückblick.
Der erste Sommer macht Hoffnung
Seit einigen Monaten läuft die Wärmepumpe. Eine erste positive Erfahrung hat Herr Neugebauer bereits gemacht: Die Anlage lässt sich mit der vorhandenen Photovoltaikanlage verbinden. Diese hatte die Familie nicht nur wegen möglicher Einsparungen installieren lassen, sondern auch aus Verantwortung gegenüber Kind und Enkelkind.
Im Sommer legten Neugebauers die Warmwasserbereitung in die Mittagsstunden. Zwischen 13 und 16 Uhr liefert die Photovoltaikanlage genug Strom, um das Wasser weitgehend mit selbst erzeugter Energie zu erwärmen.
Das war schon mal ein schönes Gefühl
Ob sich die Investition auch im Heizbetrieb bewährt, will er erst nach dem ersten Winter beurteilen. Er notiert regelmäßig den Stromverbrauch und vergleicht die Kosten mit denen der früheren Gasheizung. Sein Ziel ist, für die Wärmeversorgung möglichst nicht mehr auszugeben als bisher.
Wie viel Energie die beiden unterschiedlich gebauten Häuser im Winter tatsächlich benötigen, lässt sich für ihn bislang nicht abschließend beurteilen. Herr Schulz sagte Neugebauers zu, ihre Erfahrungen nach der ersten Heizperiode gemeinsam auszuwerten und die Einstellungen der Anlage gegebenenfalls anzupassen. Dieses Angebot nimmt Herr Neugebauer bei Bedarf gerne an.
Eine Entscheidung, die Zeit benötigt
Rückblickend rät Herr Neugebauer anderen Hausbesitzern, sich mit der Technik und den eigenen Anforderungen gründlich zu beschäftigen. Gerade wenn verschiedene Unternehmen unterschiedliche Konzepte empfehlen, sei es wichtig, die Vorschläge einordnen zu können.
Man muss sich damit beschäftigen. Es ist auch ein Haufen Geld, was man da ausgibt
Die neue Wärmepumpe versorgt nun beide Häuser, so wie es zuvor die Gasheizung tat. Der erste Sommer verlief erfreulich, die Zusammenarbeit mit der Bien GmbH hat Herr Neugebauer positiv erlebt. Wie sich die Anlage im Winter bewährt, bleibt abzuwarten.
Dass er diese Frage offenlässt, passt zu seiner Haltung: Er möchte nicht einfach glauben, dass eine Lösung funktioniert, sondern es im Alltag nachvollziehen können. Für die Entscheidung selbst war ihm deshalb vorrangig wichtig, einen Fachbetrieb an seiner Seite zu wissen, der zuhört, erreichbar bleibt und sich auch einer ungewöhnlichen Aufgabe stellt.
Das Projekt auf einen Blick
Objekt: Zwei Einfamilienhäuser in Berlin-Französisch-Buchholz
Baujahre: 1997 und ca. 1935
Ausgangslage: Austausch einer 30 Jahre alten Gasheizung, die beide Gebäude versorgte
Besonderheit: Zwei Gebäude mit unterschiedlichen baulichen Voraussetzungen und gemeinsamem Heizsystem
Neue Anlage: Zentrale Wärmepumpe zur Versorgung beider Häuser
Wärmeverteilung: Bestehende Nahwärmeleitung zwischen den Gebäuden
Ergänzung: Vorhandene Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher
Installation: Etwa eine Woche
Besonderheit im Betrieb: Zeitgesteuerte Warmwasserbereitung mit selbst erzeugtem Solarstrom
WIR SIND FÜR SIE DA
