Als Familie Skibinski 2005 ihr Haus am grünen Berliner Stadtrand bezog, gehörte eine Wärmepumpe bereits zum Heizungskonzept. Eine Abluftwärmepumpe sollte Energie aus der Raumluft gewinnen, damit das Warmwasser aufbereiten und einen Teil der Heizleistung übernehmen. Den deutlich größeren Anteil der Wärme wird allerdings die elektrische Zusatzheizung liefern, wie sich später zur bösen Überraschung zeigte.
Denn in der Praxis erwies sich das System als problematisch: Die Anlage war nach Einschätzung von Herrn Skibinski falsch ausgelegt und zudem nicht richtig an das vorhandene Stromnetz angeschlossen. Immer wieder flogen die Sicherungen heraus. Im ersten Jahr summierte sich der Stromverbrauch allein für die Heizung auf rund 30.000 Kilowattstunden.
Unser erster Kontakt mit einer Wärmepumpe war negativ.
Nach zwei Jahren wurde die Anlage schließlich gegen eine Gastherme mit Warmwasserspeicher ausgetauscht. Dieses Heizsystem arbeitete zuverlässig – 18 Jahre lang.
Ein Morgen der alles verändert
Am 5. Juni ist plötzlich Schluss damit. Am frühen Morgen entdecken die Skibinskis Wasser im Hauswirtschaftsraum: Der Warmwasserspeicher entleerte sich über einen Rostschaden. Ein Servicepartner verhindert zunächst Schlimmeres. Doch umgehend steht die grundsätzliche Frage im Raum: Lohnt es sich, mehrere Tausend Euro in einen neuen Speicher zu investieren, wenn niemand weiß, wie lange die inzwischen 18 Jahre alte Gastherme noch hält?
Plötzlich stehen die Skibinskis vor einer Entscheidung, die sie eigentlich noch gar nicht treffen wollten.
Ganz neu ist der Gedanke einer Heizungsmodernisierung allerdings nicht. Schon Jahre zuvor hatten sie im Zuge des neuen Heizungsgesetzes über einen Wechsel nachgedacht. Jedoch eine neue Gastherme gegen die noch funktionierende alte auszutauschen, erschien ihnen damals aber wenig sinnvoll. Für den Fall eines späteren Anlagenwechsels war deshalb eigentlich schon klar: Noch einmal Gas sollte es nicht werden.
Noch einmal Wärmepumpe?
Angesichts ihrer Vorgeschichte scheint es zunächst überraschend, dass ausgerechnet eine Wärmepumpe wieder zur ernsthaften Option wird. Für Herrn Skibinski liegt der Unterschied jedoch auf der Hand: Nicht das Prinzip Wärmepumpe hatte damals versagt, sondern eine ungeeignete Anlage mit fehlerhafter Auslegung und abendteulicher Installation.
Bei Frau Skibinski ist die Erinnerung noch etwas präsenter. „Das war schon sehr einprägsam, die ersten zwei Jahre“, sagt sie. Eine gewisse Restskepsis ist bei ihr geblieben.
Trotzdem sind sich beide einig, dass sich die Technik in zwei Jahrzehnten weiterentwickelt hat. Die Voraussetzungen des Hauses passen sowieso: überschaubare Wohnfläche, Fußbodenheizung und bereits eine Photovoltaikanlage mit angeschlossenem Speicher auf dem Dach.
Wir sind ja nicht die Ersten mit einer Wärmepumpe. Ich habe da einfach Vertrauen, dass es funktionieren wird.
Eine zweite Meinung – und eine schnelle Lösung
In dieser Situation erinnert sich Herr Skibinski an einen guten Freund, der inzwischen bei einem Heizungsunternehmen arbeitet. Er ruft ihn an, zunächst nur, um sich eine zweite Meinung einzuholen.
Kurz darauf meldet sich der Geschäftsführer der Bien GmbH persönlich. Die ersten Fragen schnell am Telefon besprochen. Tags drauf, schaut er sich die Situation im Haus der Skibinskis an. Johannes Bien nimmt Maße, prüft die räumlichen Gegebenheiten und schlägt seine Lösung vor. Das mitgebrachte Pappmodel einer Wärmepumpe platziert er vor dem Haus und illustriert, wieviel Platz die Außeneinheit tatsächlich benötigt.
„Man konnte gleich sehen und auch ein bisschen erfühlen, wie groß so ein Gerät ist“, erinnert sich Frau Skibinski. „Das fand ich wirklich mega.“
Auch im Hauswirtschaftsraum wird schnell deutlich, dass eine Standardlösung wenig sinnvoll wäre. Ein neuer Warmwasserspeicher hätte den Rückbau eines gerade erst eingebauten Regals erfordert. Frau Skibinski reißt abwehrend die Arme empor: “Auf keinen Fall verzichten wir auf das Regal.” Somit wird die Wärmepumpe um einen Durchlauferhitzer ergänzt, der künftig das Warmwasser separat erzeugt. Die Havariequelle Warmwasserspeicher wird es künftig nicht mehr geben.
Das Konzept steht. Für die Skibinskis zählt dabei vor allem, dass Beratung, technische Lösung und Unterstützung bei der Förderung zusammenkommen. Herr Skibinski formuliert das so:
Ich würde immer eine Lösung bevorzugen, bei der wirklich alles in einer Hand kommt.

Frau Skibinski formuliert es noch grundsätzlicher: „Entweder du hast Vertrauen zu jemandem – über Bauch und Logik – oder du hast es nicht.“ Bei der Bien GmbH, hätten sie sich aufgehoben gefühlt, schließt sie an.
Vier Tage bis zur neuen Heizung
Jetzt wird vor allem der Montagetermin zum entscheidenden Faktor. Die Familie hat kein Warmwasser mehr – und regulär wäre ein kurzfristiger Austausch der kompletten Heizungsanlage kaum möglich gewesen.
Bien disponiert intern um. Andere Kunden erklären sich einverstanden, ihre Projekte etwas zu verschieben, damit die Skibinskis vorgezogen versorgt werden können.
Das konnten wir natürlich nicht ausschlagen.
Am Freitag sagen Skibinskis zu. Am folgenden Montag beginnen die Arbeiten. Bereits vier Tage später ist die neue Anlage installiert und betriebsbereit. Knapp zwei Wochen nach der Havarie ist aus dem unerwarteten Schaden des Wasserspeichers, eine grundlegende Heizungsmodernisierung geworden.
Nicht warten, bis man keine Wahl mehr hat
Rückblickend würden die Skibinskis anderen Hausbesitzern deshalb vor allem eines empfehlen: sich rechtzeitig mit der eigenen Heizung zu beschäftigen.
Denn ohne den persönlichen Kontakt, die kurzfristige Verfügbarkeit und eine schnell umsetzbare Lösung hätte ihre Situation deutlich komplizierter werden können – insbesondere, wenn der Schaden nicht im Sommer, sondern mitten im Winter aufgetreten wäre.
„Bis zu dem Punkt zu warten, an dem man eigentlich keine Wahl mehr hat, ist aus meiner Sicht immer der schlechteste Weg“, sagt Herr Skibinski.
Wer eine ältere Heizungsanlage besitzt, sollte sich deshalb frühzeitig mit den Möglichkeiten beschäftigen: Welche Technik passt zum Haus? Was ist finanzierbar? Welche Förderung gibt es? Und welcher Fachbetrieb soll das Projekt begleiten?
„Man muss das große Ganze sehen“, ergänzt Frau Skibinski.
Ein Schritt nach vorn
Mit der Wärmepumpe verabschieden sich die Skibinskis nun auch vom Gas. Gemeinsam mit der bereits vorhandenen Photovoltaikanlage ist die Wärmepumpe für beide ein weiterer Schritt hin zu einer zeitgemäßen Energieversorgung und Energienutzung.
Dabei versteht sich das Paar keineswegs als ökologische Musterschüler. Nachhaltigkeit bedeutet für sie vielmehr, im Alltag dort genauer hinzusehen, wo es sinnvoll und möglich ist. Frau Skibinski fasst es so zusammen:
Wir überlegen schon, welchen ökologischen Fußabdruck wir hinterlassen
Die Erinnerung an die erste Wärmepumpe von 2005 ist damit nicht vergessen. Der kommende Winter wird zeigen, wie sich die neue Anlage im Alltag bewährt.
Doch dieses Mal sind die Voraussetzungen andere. Zwei Jahrzehnte technische Entwicklung liegen dazwischen – und eine Heizungsanlage, die sinnvoll auf das Haus und die Bedürfnisse der Skibinskis abgestimmt wurde.
Das Projekt auf einen Blick
Objekt: Einfamilienhaus am Berliner Stadtrand
Baujahr: 2005
Haushalt: 2 Personen
Ausgangslage: Havarie des Warmwasserspeichers nach 18 Jahren
Bisherige Heizung: Gastherme mit Warmwasserspeicher
Neue Anlage: Vaillant Wärmepumpe
Wärmeverteilung: Fußbodenheizung
Warmwasser: separater Durchlauferhitzer
Installationsdauer: 4 Tage
Besonderheit: Kombination mit bestehender Photovoltaikanlage
